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Schopenhauers Kosmos

 

 Dauer.

Die Vorstellung der Dauer entspringt aus der Vereinigung des Raumes mit der Zeit. In der bloßen Zeit gibt es kein Zugleichsein und deshalb nichts Beharrliches und keine Dauer. Denn die Zeit wird nur wahrgenommen, sofern sie erfüllt ist, und ihr Fortgang nur durch den Wechsel des sie Erfüllenden. Das Beharren eines Objekts wird daher nur erkannt durch den Wechsel anderer, die mit ihm zugleich sind. Die Vorstellung des Zugleichseins (der Simultaneität) aber ist in der bloßen Zeit nicht möglich; sondern, zur anderen Hälfte, bedingt durch die Vorstellung vom Raum; weil in der bloßen Zeit alles nacheinander, im Raum aber nebeneinander ist. Dieselbe entsteht also erst durch den Verein von Zeit und Raum. (G. 29. W. I, 11. 559 fg. P. I, 109.)